Apple hat die neue iPhone-12-Serie offiziell enthüllt. Sie besteht aus vier Modellen und es gibt zahlreiche Neuerungen. Wir geben Ihnen einen Überblick über die Unterschiede und Ausstattungen der neuen iPhones.

 

Das iPhone 12, iPhone 12 mini, iPhone 12 Pro und iPhone 12 Pro Max kommen in Kürze auf den Markt, allerdings nicht gleichzeitig. Zuerst starten das gleich große iPhone 12 und iPhone 12 Pro am 23. Oktober. Das brandneue Mini-Modell und das nun noch größere Max-Modell folgen erst am 13. November. Die beiden Pro-Modelle kommen mit mindestens 128 Gigabyte Speicherplatz daher.

 

Verhältnismäßig hochpreisig sind das iPhone 12 mini und iPhone 12, welche mindestens 64 Gigabyte Speicherplatz bieten. Die Pro-Modelle der iPhone-11-Serie vertreibt Apple ab sofort nicht mehr, also gibt es abseits der neuen iPhone-12-Modelle künftig nur noch das iPhone SE (2020), das normale iPhone 11 und das etwas ältere iPhone XR im Apple Store zu kaufen.

Kantigeres, stabileres Design mit neuen Farben

 

Der Hersteller hat bei der neuen Generation Veränderungen am Design vorgenommen. Der Rahmen, welcher bei den Pro-Modellen nicht aus Aluminium, sondern aus Edelstahl besteht, ist nun flach anstatt abgerundet. Außerdem gibt es eine andere Farbauswahl. Das iPhone 12 und iPhone 12 mini kommen in Blau, Grün, Rot, Schwarz oder Weiß auf den Markt und haben eine glänzende Glasrückseite. Die Pro-Modelle sind auf der Rückseite hingegen matt und stehen zum Marktstart in Pazifikblau, Gold, Graphit und Silber zur Verfügung. Alle Modelle sind geschützt vor Staub und Wasser und sollen Tauchgängen bis zu einer Tiefe von sechs Metern für maximal 30 Minuten überstehen. Zudem spendiert Apple den neuen iPhones einen besseren Displayschutz, der eine viermal höhere Sturzfestigkeit im Vergleich zur letzten Generation bieten soll.

 

Die Bildschirmränder fallen allesamt etwas dünner aus, doch die als Notch bekannte Aussparung für Face ID ist unverändert. Apple setzt bei den günstigeren Modellen nicht mehr auf LCD-, sondern wie bei den Pro-Modellen auf OLED-Technologie. Vor allem die Auflösung des iPhone 12 gegenüber dem iPhone 12 deutlich höher aus, konkret doppelt so hoch. Zudem ist das neue Hauptmodell 16 Prozent leichter, 15 Prozent schmaler und elf Prozent dünner als zuvor.

Displayauflösungen im Überblick:

– iPhone 12 mini: 2.340 x 1.080 Pixel (476 Pixel pro Zoll)

– iPhone 12: 2.532 x 1.170 Pixel (460 Pixel pro Zoll)

– iPhone 12 Pro: 2.532 x 1.170 Pixel (460 Pixel pro Zoll)

– iPhone 12 Pro Max: 2.778 x 1.284 Pixel (458 Pixel pro Zoll)

OLED-Bildschirme von ganz klein bis ganz groß

 

Das iPhone 12 und iPhone 12 Pro bieten eine Bildschirmdiagonale von 6,1 Zoll und das iPhone 12 Pro Max wächst im Vergleich zum Vorjahr von 6,5 auf 6,7 Zoll. Für Liebhaber besonders kompakter Smartphones bietet Apple das iPhone 12 mini an, welches ein 5,4-Zoll-Display besitzt. Aufgrund der dünnen Seitenränder ist es dabei sogar kleiner als die 4,7-Zoll-iPhones, etwa das iPhone SE (2020) oder das iPhone 6. In puncto Displaywiederholfrequenz setzt Apple entgegen dem aktuellen Trend nicht auf 90 oder 120 Hertz, sondern weiterhin auf 60 Hertz. Diese Eigenschaft hat der Hersteller vermutlich zugunsten einer längeren Akkulaufzeit gestrichen, allerdings gab es diesbezüglich kaum Infos während der Präsentation. Auf Übersichtsgrafiken heißt es lediglich, dass die neuen iPhones eine „großartige Akkulaufzeit“ bieten.

 

Die maximale Ladegeschwindigkeit über den Lightning-Anschluss beträgt weiterhin 20 Watt, im Lieferumfang liegt aber nur noch ein Lightning-zu-USB-C-Kabel und kein Ladegerät mehr bei. Es gibt aber eine Neuerung in Hinblick auf kabelloses Laden. Reguläres Laden per Qi-Standard bleibt mit bis zu 7,5 Watt unverändert, aber Apple führt mit MagSafe Unterstützung für bis zu 15 Watt ein. Hinter der Glasrückseite befinden sich Magneten, an denen entsprechendes MagSafe-Zubehör haftet.

 

Neuer Top-Prozessor mit 5G und leichte Kamera-Upgrades

 

Des Weiteren ist in den iPhone-12-Modellen ein neuer Prozessor namens A14 Bionic verbaut. Aufgrund eines brandneuen Fertigungsverfahrens mit einer Strukturgröße von fünf Nanometern soll er nicht nur effizienter, sondern auch in allen Aspekten schneller sein. Die Grafikleistung und Rechenleistung ist laut Apple im Vergleich zum A13-Chip um 50 Prozent besser, die KI-Leistung sogar um 80 Prozent. Erstmals gibt es auch Unterstützung für den Mobilfunkstandard 5G nebst Wi-Fi 6, NFC, Ultrabreitband und Bluetooth 5.0.

 

Alle iPhones beinhalten eine 12-Megapixel-Frontkamera, eine 12-Megapixel-Hauptkamera mit besserer Blende und Linse und eine 12-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera. Beim iPhone 12 Pro Max ist der Hauptsensor sogar direkt stabilisiert, was Nachtaufnahmen zusätzlich verbessern soll. Letzteres Modell weist noch eine 12-Megapixel-Telekamera mit 2,5-fach optischem Zoom auf, während die Telekamera beim kleineren Pro-Modell einen zweifach optischen Zoom bietet.

 

Der mit der iPhone-11-Serie eingeführte Nachtmodus funktioniert neuerdings bei allen Kameras und die Pro-Modelle können auch Deep Fusion bei allen Kameras anwenden. HDR-Videos mit Dolby Vision sind nun möglich und die Pro-Modelle können Fotos mit dem neuen ProRaw-Format für mehr Bearbeitungsmöglichkeiten aufnehmen. Außerdem haben das iPhone 12 Pro und iPhone 12 Pro Max hinten noch einen LiDAR-Sensor („light detection and ranging), der für eine höhere Genauigkeit von AR-Effekten und einen besseren Fokus bei Nachtaufnahmen sorgt.